Allgemeines: Wie kann ich die DRA-Bestände nutzen?

Die Fernseh- und Radiodokumente, die das Deutsche Rundfunkarchiv auf der Website „Eine Woche im August… Der Mauerbau 1961 im Hörfunk und Fernsehen der DDR“ anbietet, können Sie für die Programmgestaltung, für private Zwecke, für die Verwendung im Kultur-, Bildungs- und Forschungsbereich sowie für gewerbliche Zwecke bestellen.

 

Zu beachten: Das Urheberrecht
Ausnahme: Privater Gebrauch
Verbreitung und öffentliche Wiedergabe: Mit Erlaubnis gern!
Nichtgewerbliche öffentliche Wiedergaben? Das DRA ermöglicht Ermäßigungen!
Gewerbliche Verwertung – Was muss ich beachten?
ARD / öffentlich-rechtliche Rundfunkanstalten:  Ganz einfach!

 

 

Zu beachten: Das Urheberrecht

Grundsätzlich muss beachtet werden, dass die Fernseh- und Hörfunksendungen, die im DDR-Fernsehen bzw. DDR-Hörfunk ausgestrahlt wurden und im DRA überliefert sind, urheberrechtlich geschützt sind. Welche Voraussetzungen müssen also erfüllt sein, um DRA-Aufzeichnungen zu Hause anzuschauen, im Unterricht vorzuführen, in einer Sendung einzusetzen oder in einer Filmproduktion zu verwenden?
Diese Fragen klärt das Urheberrechtsgesetz (UrhG). Das Umschneiden und Kopieren von Fernseh- und Radioaufnahmen ist eine Vervielfältigung. Die Vorführung und das Abspielen von Fernseh- und Radioaufnahmen in der Öffentlichkeit ist eine öffentliche Wiedergabe.
Sowohl für die Vervielfältigung als auch für die öffentliche Wiedergabe muss vorher die Einwilligung der Personen und Körperschaften, denen Urheber- oder Leistungsschutzrechte (nach UrhG) zustehen, eingeholt werden. Aus diesem Grund ist in jedem Fall eine Rechte- und Kostenanfrage an das DRA zu richten. Besonders bei Mitschnitten von Opern und Generalproben, aber auch bei Rezensions- und Retrospektivsendungen können häufig rechtliche Einschränkungen vorliegen. Desweiteren sind für Musikaufnahmen Meldungen bei der GEMA erforderlich. Auch besteht eine Endgeldpflicht bei Reversegebundenen Aufführungsmaterialien. Daher muss der Status der Aufführungsmaterialien im Einzelfall geprüft werden.   

Ausnahme: Privater Gebrauch

Wenn Fernseh- und Radiosendungen für den privaten Gebrauch vervielfältigt und wiedergegeben werden, darf dies auch ohne die vorherige Einwilligung der Personen und Körperschaften, denen Urheber- und Leistungsschutzrechte zustehen, geschehen (§ 53 Abs. 1 UrhG).

Diese Ausnahmeregelung ermöglicht es dem Deutschen Rundfunkarchiv, Ihnen als Privatnutzer Fernseh- und Radioaufzeichnungen aus den DRA-Beständen als Umschnitt anzubieten.

Unter Privatperson finden Sie weitere Informationen über die Bestellung von DRA-Aufzeichnungen.

Verbreitung und öffentliche Wiedergabe: Mit Erlaubnis gern!

Die für den privaten Gebrauch hergestellten Kopien unterliegen gewissen Einschränkungen. Sie dürfen weder verbreitet noch öffentlich wiedergegeben werden.

Eine Verbreitung meint zum Beispiel das öffentliche Anbieten, den Verleih oder den Verkauf der Aufzeichnungen.

Eine öffentliche Wiedergabe meint zum Beispiel Vorführungen bei Veranstaltungen von Vereinen, Institutionen, Messen und anderen Versammlungen.

Die Wiedergabe im Familienkreis, auch bei Familienfeiern gilt nicht als öffentlich. Im familiären Rahmen können Sie die DRA-Aufzeichnungen also bedenkenlos wiedergeben.

Planen Sie eine öffentliche Wiedergabe, teilen Sie uns dies einfach im Vorhinein mit. Die öffentliche Wiedergabe erfordert die Einwilligung des DRA, denn das Deutsche Rundfunkarchiv verwaltet im Auftrag der ARD das Programmvermögen des Deutschen Fernsehfunks (DFF) / Fernsehens der DDR und des Rundfunks der DDR. Die Einwilligung der Urheber- und Leistungsschutzberechtigten muss ebenfalls vorliegen. Das DRA prüft, ob es Ihnen die Genehmigung für eine öffentliche Vorführung geben kann und ermittelt, welche Rechte Sie von welchen Urheber- und Leistungsschutzberechtigten zusätzlich einholen müssen.

Nichtgewerbliche öffentliche Wiedergaben? Das DRA ermöglicht Ermäßigungen!

Planen Sie eine nichtgewerbliche öffentliche Wiedergabe von DRA-Aufzeichnungen? Sie möchten zum Beispiel ein DRA-Fernsehdokument im Unterricht zeigen oder in einem kommunalen Kino vorführen? Dann kann Ihnen das DRA als gemeinnützige Stiftung aufgrund der Stiftungssatzung ermäßigte Preise einräumen. Somit unterstützt das DRA Vorhaben aus den Bereichen Kultur, Wissenschaft und Bildungswesen.

Auch für die nichtgewerbliche öffentliche Wiedergabe müssen Sie die Einwilligung des DRA einholen. Das DRA ermittelt außerdem, welche Rechte Sie von welchen Urheber- und Leistungsschutzberechtigten zusätzlich einholen müssen.

Unter Bereich Kultur / Wissenschaft / Bildungswesen finden Sie weitere Informationen über die Bestellung von DRA-Aufzeichnungen.

Gewerbliche Verwertung – Was muss ich beachten?

Sie möchten Aufnahmen aus dem DRA für eine gewerbliche Wiedergabe nutzen? Für einen kommerziellen Kinofilm, für eine Sendung im privatrechtlichen Fernsehfunk oder für eine kommerzielle DVD-Produktion: Teilen Sie uns Ihr Vorhaben der gewerblichen Verwertung mit, damit wir Ihnen rechtzeitig die dafür notwendigen Rechte-Auskünfte geben können.

Die gewerbliche Verwertung erfordert die vorherige Einwilligung des DRA. Das DRA ermittelt außerdem, welche Rechte Sie von welchen Urheber- und Leistungsschutzberechtigten zusätzlich einholen müssen.

Gleichzeitig wird vereinbart, zu welchen finanziellen Konditionen die gewerbliche Verwertung ermöglicht werden kann. Diese Vereinbarung werden Sie mit der RBB Media GmbH treffen.

Die RBB Media GmbH ist von den ARD-Anstalten mit der Verwertung des bis zum 31.12.1991 entstandenen Programmvermögens des Fernsehens und Hörfunks der DDR beauftragt.

Um Ihnen die Bearbeitung Ihrer Anfrage und die Bestellung von DRA-Aufzeichnungen für Ihr Vorhaben reibungslos zu gestalten, können Sie die Funktionalitäten der Merkliste auf dieser Website nutzen.

ARD / öffentlich-rechtliche Rundfunkanstalten:  Ganz einfach!

Da das Deutsche Rundfunkarchiv eine Gemeinschaftseinrichtung der ARD ist, können Bestellungen von öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten über den Programmaustausch bearbeitet werden. Die Richtlinien des Programmaustauschs regeln den Austausch von Programmvermögen für den Sendezweck von öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten. Sie sehen auch vor, dass übernehmende Rundfunkanstalten Rechte- und Kostenanfragen an das DRA stellen.

Somit können Sie Ihre Bestellungen von DRA-Aufzeichnungen zwar nicht direkt über unsere Website bestellen, aber um den Bestellvorgang für Sie und Ihren Programmaustausch reibungslos zu gestalten, nutzen Sie einfach die Funktionalitäten der Merkliste. Hier wird eine E-Mail mit Ihren Bestellwünschen generiert, die unsere Mitarbeiter Ihnen, um Missbrauch zu vermeiden, persönlich zuleiten. Sie können Ihre Bestellung dann bei Ihrem Programmaustausch in Auftrag geben.

Produktionsfirmen und freie Journalisten, die im Auftrag einer öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalt DRA-Dokumente verwenden, bestellen im Fall einer Beistellungsvereinbarung ebenfalls über den Programmaustausch der jeweiligen Rundfunkanstalt und richten über die auftraggebende Redaktion eine Rechte- und Kostenanfrage an das DRA.


Sollten Sie weitere Bestandsfragen und/oder Bestellwünsche haben, wenden Sie sich gern an unseren Recherchedienst