Endlich mal atmen

 

Endlich mal atmen, endlich mal atmen,

Luft, die vom brand(t)igen Ami befreit.

Endlich mal atmen, endlich mal atmen,

Kinder, das war höchste Zeit.

 

Untern Linden, untern Linden,

ist kein Ami gern gesehn,

auch den Brandt wolln wir von hinten

bald nach Texas flitzen sehn.

Nun, das wird nicht lange dauern.

Brandt und RIAS sind schon weich,

und wir wissen, dass sie lauern

auf den Rückzug übern Teich.

Dann wird Berlin so schön wie nie

und Westberlin singt die Melodie.

Endlich mal atmen, endlich mal atmen,

Luft, die vom brand(t)igen Ami befreit.

Endlich mal atmen, endlich mal atmen,

Kinder, das war höchste Zeit.

 

Untern Linden, untern Linden,

wird Berlin demnächst spaziern.

Jung und alt wird froh sich finden

ohne Amis in Berlin.

Brandt und Lemmer sind verschwunden

mit Herrn Adenauers Boot,

Strauß ruft in den Geist der Stunden,

dieser Fall ist wirklich rot.

Dann wird Berlin, so schön wie nie

und Westberlin singt die Melodie.

Endlich mal atmen, endlich mal atmen,

Luft, die vom brand(t)igen Ami befreit.

Endlich mal atmen, endlich mal atmen,

Kinder, das war höchste Zeit.

 

 

Komponist und Texter. Max Spielhaus. Es singt Günther Haack. In diesem schmissigen Song mit Schlagerqualitäten wird die Freude über die „befreite Stadt“ besungen. Wieder wird die Metapher von der „endlich reinen Luft“ bemüht – „Luft, die vom brand(t)igen Ami befreit“. Den Abschluss bildet eine strahlende Zukunftvision von einem vereinigten sozialistischen Berlin ohne Brandt und Lemmer, das „so schön wie nie“ werde.