Archivnachweise

Hier finden Sie eine Auswahl von Archivnachweisen aus dem Deutschen Rundfunkarchiv zum Themendossier.

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Johannnes Brahms: Konzert Nr. 1 d-Moll, op. 15 (46'32")

Das Runfunk-Sinfonieorchester unter der Leitung von Rolf Kleinert spielt das Konzert Nr. 1 d-Moll, op. 15 für Klavier und Orchester von Johannes Brahms. Klavier: Frantisek Maxián.

Gesendet am 13. August 1961 im Rahmen der Sendung "Das Meisterwerk" von 17.00 Uhr bis 17.50 Uhr im Berliner Rundfunk.

Edvard Grieg: Zwei nordische Weisen, op. 63 (13'42")

Das Große Rundfunkorchester Berlin spielt unter der Leitung von Gerhart Wiesenhütter "Zwei nordische Weisen", op. 63 (für Streichorchester). Komponist: Edvard Grieg.

Gesendet am 19. August 1961 im Rahmen der Sendung "Orchesterkonzert" ab 13.41 Uhr im Berliner Rundfunk.

Ouvertüre aus dem "Wildschütz" (6'55")

Das Große Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin unter der Leitung von Otto Dobrindt spielt die Overtüre aus dem "Wildschütz" von Albert Lortzing.

Gesendet am 16. August 1961 zwischen 15.12 Uhr und 15.46 Uhr im Berliner Rundfunk.

Siegfried Köhler: "Dies ist mein Garten". Aus der Oper "Der Richter von Hohenburg" (05'10")

Das Große Rundfunkorchester Leipzig spielt unter der Leitung von Günther Schubert "Dies ist mein Garten" aus der Oper "Der Richter von Hohenburg". Als Solisten treten auf: Siegfried Rudolf Frese (Bariton) und Wolfgang Markgraf (Bass). Komponist: Siegfried Köhler.

Gesendet am 17. August 1961 im Rahmen der Sendung "Aus dem Opernschaffen unserer Zeit" ab 23.42 Uhr im Berliner Rundfunk.

"Heimatlied" (3'25")

Das Zentrale Orchester des Ministeriums für Nationale Verteidigung spielt im Berliner Funkhaus unter der Leitung von Hans-Helmut Hunger das "Heimatlied", gewidmet der Freien Deutschen Jugend (FDJ). Als Solistin tritt auf: Sonja Vera Korch (Sopran). Komponist: Hanns Eisler. Bearbeiter: Wolfgang Wind. Text: Johannes R. Becher.

Gesendet am 17. August 1961 zwischen 13.41 Uhr und 14.19 Uhr im Berliner Rundfunk.

"Zwei Monde lang geht schon ihr Kampf". Aus der Oper "Die Männer von Blackmoor" (3'45")

In der Weimarischen Staatskapelle singt Hanns-Herbert Schulz (Bariton) unter der Leitung von Alan Bush "Zwei Monde lang geht ihr Kampf" (übersetzt von Nancy Bush und Marianne Gräfe) aus der Oper "Die Männer von Blackmoor". Komponist: Alan Bush.

Gesendet am 17. August 1961 im Rahmen der Sendung "Aus dem Opernschaffen unserer Zeit" ab 23.42 Uhr im Berliner Rundfunk.

"Denk, o denk an mich Geordie". Aus der Oper "Die Männer von Blackmoor" (7'45")

In der Weimarischen Staatskapelle singt der Männerchor des Nationaltheaters Weimar unter der Leitung von Alan Bush "Denk, o denk an mich Geordie" (übersetzt von Nancy Bush und Marianne Gräfe) aus der Oper "Die Männer von Blackmoor". Als Solisten treten auf: Sigrid Ruppert (Sopran), Werner Atzrodt (Tenor), Hanns-Herbert Schulz (Bariton) sowie Kurt Köhler (Bariton). Komponist: Alan Bush.

Gesendet am 17. August 1961 im Rahmen der Sendung "Aus dem Opernschaffen unserer Zeit" ab 23.42 Uhr im Berliner Rundfunk.

Léo Delibes: Coppelia (Ballettsuite) (21'14")

Das Große Rundfunkorchester Leipzig spielt aus dem Funkhaus Leipzig unter der Leitung von Herbert Kegel die Ballettsuite "Coppelia". Komponist: Léo Delibes.

Gesendet am 19. August 1961 um 19.09 Uhr im Berliner Rundfunk.

Dimitri Schostakowitsch: Konzert Nr. 2 F-Dur, op. 102 (19'07")

Das Rundfunk-Sinfonieorchester Leipzig spielt unter der Leitung von Václav Neumann das Konzert Nr. 2 F-Dur op. 102 (für Klavier und Orchester) von Dimitri Schostakowitsch. Am Klavier: Mirka Pokornà.

Gesendet am 17. August 1961 zwischen 20.45 Uhr und 21.59 Uhr auf der Berliner Welle.

Wolfgang Strauß: Suite für Orchester, op. 16 (21'00")

Das Große Orchester des Berliner Rundfunks unter der Leitung von Otto Dobrindt spielt Wolfgang Strauß, Suite für Orchester, op. 16.

Gesendet am 16. August 1961 um 23.06 Uhr auf der Berliner Welle.

Jean Tetan: "Rumänische Rhapsodie" (6'25")

Das Zentrale Orchester des Ministeriums für Nationale Verteidigung spielt unter der Leitung von Ernst Rembach die "Rumänische Rhapsodie". Komponist: Jean Tetan.

Gesendet am 17. August 1961 zwischen 13.41 Uhr und 14.19 Uhr im Berliner Rundfunk.

Ottmar Gerster: "4 Tänze (III)". Aus der Oper "Madame Liselotte" (12'05")

Das Große Orchester des Berliner Rundfunks spielt im Berliner Funkhaus unter der Leitung von Otto Dobrindt "4 Tänze (III)" aus der Oper "Madame Liselotte (Liselotte von Kurpfalz)". Komponist: Ottmar Gerster.

Gesendet am 17. August 1961 im Rahmen der Sendung "Aus dem Opernschaffen unserer Zeit" ab 23.42 Uhr im Berliner Rundfunk.

"Dass wir gelitten und leiden". Aus der Oper "Jan Suschka" (4'10")

Der Rundfunkchor Leipzig des Großen Rundfunkorchesters Leipzig spielt unter der Leitung von Heinz Rögner "Dass wir gelitten und leiden" aus der Oper "Jan Suschka". Als Solistin tritt auf: Maria Croonen (Sopran). Komponist: Dieter Nowka. Text: Bodo Krautz.

Gesendet am 17. August 1961 im Rahmen der Sendung "Aus dem Opernschaffen unserer Zeit" ab 23.42 Uhr im Berliner Rundfunk.

Dieter Nowka: "Ballettmusik". Aus der Oper "Jan Suschka" (3'50")

Das Große Rundfunkorchester Leipzig spielt unter der Leitung von Heinz Rögner die "Ballettmusik" aus der Oper "Jan Suschka". Komponist: Dieter Nowka.

Gesendet am 17. August 1961 im Rahmen der Sendung "Aus dem Opernschaffen unserer Zeit" ab 23.42 Uhr im Berliner Rundfunk.

"Wer da Lust zu freien hat - Hochzeitschor". Aus der Oper "Jan Suschka" (1'10")

Der Rundfunkchor Leipzig des Großen Rundfunkorchesters Leipzig spielt unter der Leitung von Heinz Rögner "Wer da Lust zu freien hat - Hochzeitschor" aus der Oper "Jan Suschka". Komponist: Dieter Nowka. Text: Bodo Krautz.

Gesendet am 17. August 1961 im Rahmen der Sendung "Aus dem Opernschaffen unserer Zeit" ab 23.42 Uhr im Berliner Rundfunk.

Samuel Scheidt: Variationen über ein Gagliarda von John Dowland (7'25")

Aus dem Funkhaus Leipzig spielt Hans Pischner (Cembalo) Samuel Scheidts "Variationen über ein Gagliarda von John Dowland".

Gesendet am 16. August 1961 um 23.06 Uhr auf der Berliner Welle.

Rudolf Bey: Dem Frieden der Sieg (3'31")

Das Zentrale Orchester des Ministeriums des Innern spielt im Berliner Funkhaus unter der Leitung von Willi Kaufmann "Dem Frieden der Sieg" (Festlicher Auftakt für Orchester). Komponist: Rudolf Bey.

Gesendet am 17. August 1961 um 13.41 Uhr im Berliner Rundfunk.

Mädchen sind wie der Wind (1'00")

Das Große Rundfunkorchester Berlin spielt unter der Leitung von Adolf Fritz Guhl "Mädchen sind wie der Wind" aus den "54 gesammelten Liedern, Gesängen, Romanzen und Balladen", op. 9 für Singstimme und Orchester. Als Solist tritt auf: Ernst Gutstein (Bariton). Komponist: Carl Loewe. Bearbeiter: Gerhard Ewald Rischka. Text: Carl Siebel.

Gesendet am 19. August 1961 im Rahmen der Sendung "Orchesterkonzert" ab 13.41 Uhr im Berliner Rundfunk.

Hochzeitslied (1), bearbeitet für Singstimme und Orchester (5'05")

Das Große Rundfunkorchester Berlin spielt unter der Leitung von Adolf Fritz Guhl das "Hochzeitslied" aus den "3 Balladen", op. 20 für Singstimmen und Orchester. Als Solist tritt auf: Ernst Gutstein (Bariton). Komponist: Carl Loewe. Bearbeiter: Gerhard Ewald Rischka. Text: Johann Wolfgang von Goethe.

Gesendet am 19. August 1961 im Rahmen der Sendung "Orchesterkonzert" ab 13.41 Uhr im Berliner Rundfunk.

10 Jahre Freiheitsglocke (2'40")

Komponist: Max Spielhaus. Text von Werner Busch. Es singt Gina Presgott. In diesem vordergründig von einem „leichten Mädchen“ handelnden Lied aus dem Jahr 1960 wird die West-Berliner Freiheitsglocke am Schöneberger Rathaus zum negativen Symbol für die Freiheit im Westen, die, so der Tenor des Liedes, eine erkaufte und inhaltsleere „Freiheit“ ist. Diese wird auch durch einen Vergleich mit dem Prostitutionsgewerbe herabgesetzt: „So verkooft man sich, Der Brandt gleich mit ganz West-Berlin. Ick mache det bloß körperlich / Und det is schließlich vorzuzieh’n“.

Gesendet am 15. August 1961 um 2.23 Uhr im Berliner Rundfunk.

Gasparo Fabiani: "Venezia-Marsch" (3'00")

Das Zentrale Orchester des Ministeriums für Nationale Verteidigung spielt unter der Leitung von Gerhard Baumann den "Venezia-Marsch". Komponist: Gasparo Fabiani.

Gesendet am 17. August 1961 zwischen 13.41 Uhr und 14.19 Uhr im Berliner Rundfunk.

"Der neue Tierpark von Berlin" (2'32")

Das Zentrale Orchester des Ministeriums für Nationale Verteidigung spielt unter der Leitung von Gerhard Baumann das Lied "Der neue Tierpark von Berlin". Komponist: Werner Robert Schulz. Bearbeiter: Wolfgang Wind. Text: Werner Robert Schulz.

Gesendet am 17. August 1961 zwischen 13.41 Uhr und 14.19 Uhr im Berliner Rundfunk.

Wolfgang Amadeus Mozart: Sonate F-Dur (KV 280) (14'35")

Philipp Günter (Klavier) spielt im Leipziger Funkhaus die Sonate F-Dur (KV 280) von Wolfgang Amadeus Mozart.

Gesendet am 15. August 1961 in der Sendung "Das Klavierkonzert" von 22.30 Uhr bis 22.59 Uhr auf der Berliner Welle.

"Ja, die Asche mahnt zur Tat (Terzett)". Aus der Oper "Thyl Claas" (5'14")

Im Leipziger Funkhaus singt das Terzett Walter Schmidt (Tenor), Kurt Seipt (Bariton) und Helmut Eyle (Bass) vom Großen Rundfunkorchester Leipzig "Ja, die Asche mahnt zur Tat (Terzett)" aus der Oper "Thyl Claas". Komponist: Paul Kurzbach. Text: Johannes Pfanner und Paul Kurzbach.

Gesendet am 17. August 1961 im Rahmen der Sendung "Aus dem Opernschaffen unserer Zeit" ab 23.42 Uhr im Berliner Rundfunk.

"Mein gut´ Gesell ist fern von mir". Aus der Oper "Thyl Claas" (3'57")

Im Leipziger Funkhaus singt Maria Croonen (Sopran) vom Großen Rundfunkorchester Leipzig "Mein gut´ Gesell ist fern von mir (Cavatine der Nele)" aus der Oper "Thyl Claas". Komponist: Paul Kurzbach. Text: Johannes Pfanner und Paul Kurzbach.

Gesendet am 17. August 1961 im Rahmen der Sendung "Aus dem Opernschaffen unserer Zeit" ab 23.42 Uhr im Berliner Rundfunk.

Deutsches Friedenslied 1961 (1'35")

Komponist: Siegfried Matthus. Text von Heinz Kahlau. Ein Lied, das kurz vor dem Mauerbau geschrieben wurde (Produktion am 11. August 1961) und in der die Teilung vom Westen zur Sprache kommt. Es steht aber die Hoffnung auf eine gemeinsame, friedliche Zukunft im Mittelpunkt: Die Teilung muss geheilt werden, dann kommt Frieden.

Herr Raffzahn (2'04")

Komponist: Werner Busch. Text von Karl Stitzer. Dieser Song wurde kurz vor dem Mauerbau geschrieben und spiegelt die Abgrenzungstendenzen zum Westteil Berlins wider. Polemisch wird der konsumgierige „Herr Raffzahn“ vorgestellt, der im Westen arbeitet und daraus Profit schlägt, aber im Osten lebt.

Berliner Geschichten (1'41")

Komponist: Walter Kubiczeck, Martin Hattwig. Text von Eberhard Fensch. Es singt Karl-Heinz Weichert. Bereits wenige Stunden nach der Abriegelung der Grenzen war dieses Lied im Berliner Rundfunk zu hören. Mit beschwingtem Rhythmus und in spöttischem Ton gegenüber dem überraschten Westen wird darin die "bessere", "saubere“ Zukunft im abgeriegelten Ostteil Berlins besungen.

Gesendet am 14. August 1961 um 15.41 Uhr, am 15. August 1961 im Rahmen des "Großen Wunschkonzerts für die Streitkräfte der DDR" zwischen 1.00 Uhr und 4. 39 Uhr sowie am 16. August 1961 um 2.35 Uhr, jeweils im Berliner Rundfunk.

Der Drei-Tage-Song (3'00")

Komponist: Max Spielhaus. Text von Willi Golm. Es singt Karl-Heinz Weichert. In diesem schon am 15. August produzierten Lied werden die vergangenen drei Tage vom 12. bis 14. August aus der Perspektive der westlichen „Ausbeuter“ besungen. Zu Schluss wird aus Ostperspektive der „Erfolg“ der Grenzsschließung demonstriert: Die „Ganoven“ gehen, aber der vom Osten ausgehende Frieden wird sie einholen.

Ansage Wunschkonzert (2'13")

Der Moderator sagt das Wunschkonzert für die Genossen der Nationalen Volksarmee, der Volkspolizei, der Kampfgruppen, des Amtes für Zoll und Kontrolle des Warenverkehrs an. Zunächst wird das "Lied der Matrosen" angesagt, dann der Song "Berliner Geschichten", der auch abgespielt wird. Gesendet in der Nacht vom 14. auf den 15. August 1961 im Berliner Rundfunk. Rechtehinweis: für "Lied der Matrosen": Der Tonträgerhersteller ist nicht belegt.

Wechselschiebers Klage (1'45")

Dieser nur über die Mitschnitte von RIAS Monitor überlieferte Song thematisiert – ähnlich wie „Ausgerechnet am 13.“ – das Ende der Karriere eines Schiebers nach der Grenzschließung. Gesendet am 15. August 1961 um 1.46 Uhr im Berliner Rundfunk. Rechtehinweis: Der Tonträgerhersteller ist nicht belegt.

Pazifisten-Song (1'45")

Komponist: Max Spielhaus. Text von Bernhard Bohlke. Es singt Eva Lorenz. Song über einen konsum- und wohlstandsfixierten Menschen, der aber gänzlich unpolitisch ist. An ihm wird die Gefahr aufgezeigt, dass es erst zu kriegerischen Handlungen kommen muss, bevor der Mensch sich politisch engagiert. Propagiert wird eine aktive, für den Frieden eintretende politische Gesinnung.

Song vom Schieber-Ramsch (2'02")

Komponist: Siegfried Matthus. Text von Herma Langenhahn. Es singt Günther Haack. In sarkastischem Tonfall werden die nun plötzlich arbeitslosen „Menschenhändler, Wechsler, Gangster“ besungen sowie die „begossenen Pudel“ Willy Brandt und Gerd Lemmer. Markant schließt jede Strophe mit der Phrase „Klappe zu und Affe tot“, die durch den in den selben Tagen entstandenen Schlager „Im Sommer einundsechzig“ im Kontext des Mauerbaus landläufig bekannt wurde.

Der Friede darf nicht warten (2'00")

Komponist: Walter Kubiczeck. Text von Günter Hansel. Es singt der Chor der Kampfgruppe des Staatlichen Rundfunkkomitees. Wie schon der Untertitel „Kampflied zum 13. August 1961“ nahelegt, soll mit diesem Lied der Zusammenhalt und das gemeinsame Eintreten für die „sozialistische Zukunft“ forciert werden. Der „Zorn des freien Volkes“ habe zum Mauerbau geführt und den „Nazigenerälen“ Einhalt geboten.

Ausgerechnet am 13. (2'30")

Komponist: Siegfried Schäfer. Text von Hans Georg Herde. Es singen Ellinor Vogel und Werner Trögner. In diesem ebenfalls in der Woche des Mauerbaus produzierten und gesendeten Song werden satirisch die durch den Mauerbau abrupt beendeten Karrieren von „unliebsamen Gestalten“ vorgeführt, gegen die die sozialistische Propaganda in diesen Tagen besonders hetzte: Der „Menschenhändler“ aus dem Westen, der Grenzkinobetreiber und der „Schwindelkursbaron“.

Gesendet am 15. August 1961 um 4.27 Uhr und am 19. August 1961 im Rahmen der Sendung "Wochenend und Tanzmusik" von 19.55 Uhr bis 21.30, jeweils im Berliner Rundfunk.

Johannes Brahms: Liebeslieder, op. 52 (11'39")

Das Große Orchester des Berliner Rundfunks spielt unter Otto Dobrindt Liebeslieder-Walzer op. 52 von Johannes Brahms.

Gesendet am 16. August 1961 zwischen 15.12 Uhr und 15.46 Uhr im Berliner Rundfunk.

Kurt Schwaen: Tanz-Suite Nr. 2 (14'21")

Das Große Orchester des Berliner Rundfunks spielt unter Otto Dobrindt die Tanz-Suite Nr. 2 von Kurt Schwaen.

Gesendet am 16. August 1961 zwischen 15.12 Uhr und 15.46 im Berliner Rundfunk.

Das war die höchste Zeit (1'24")

Komponist: Max Spielhaus. Text von Bernhard Bohlke. Es singt Günther Haack. Während in den zwei Strophen des Liedes vom 16. August 1961 die West-Berliner in den Metaphern von winselnden, verletzten Hunden und einem kranken, von Kopfschmerzen geplagten RIAS niedergemachte werden, stellt der schmissige Refrain die eigenen „duften Jungens, die stehen auf Wacht“ als Helden und „Stolz der Arbeitermacht“ heraus.

Trauerlied für Willy Brandt (2'40")

Komponist: Max Spielhaus. Text von Theo-Willy Wille. Es singt Eva Lorenz. Ein Song, der hämisch die Situation Willy Brandts als regierenden Bürgermeister von Berlin betrachtet, der als trotzig-beleidigter und passiver Beobachter der Grenzschließung dargestellt wird. Als strahlend und „unbeschwert vorwärts“ gehend werden hingegen die DDR-Kräfte beschrieben.

Boß von der Abwerbungszentrale (1'48")

In den frühen Morgenstunden des 16. August erstmals im Berliner Rundfunk gesendet, wird hier aus Perspektive fiktiver Personen, die aus dem Grenzverkehr Profit schlagen, deren Jammer über die Grenzschließung geschildert. Die „Gauner“ verbünden sich und klagen über die Entscheidung zum Mauerbau, weil ihnen dadurch finanzielle Verluste entstehen. Diesem Verhalten werden die Argumente für die Grenzschließung aus Ost-Perspektive gegenübergestellt: „Freie Stadt und Völkerfrieden / macht die Atmosphäre klar.“ Rechtehinweis: Der Tonträgerhersteller ist nicht belegt.

Die roten Sterne glänzen (1'17")

Komponist: Jean Kurt Forest. Text von Peter Hacks. Es singt das Erich-Weinert-Ensemble. Ein Marschlied für Chor, der die Fabrikarbeiter mobilisieren soll, die Arbeitsstätten zu verlassen und die Grenzen und damit den „Frieden in Berlin“ zu schützen. Im Vordergrund steht eine romantisierende Kriegsmetaphorik.

Im August in Berlin (1'58")

Komponist und Texter: Max Spielhaus. Es singt Günther Haack. Das Lied übermittelt eine euphorische Festtagslaune, die vermeintlich nach der Grenzschließung in Ostberlin herrscht. Diesem freudigen Duktus werden im Text sogleich auch „Brandts und Lemmers Hassmelodien“ gegenübergestellt. Die mitunter sehr brutale Realität der Berliner Augusttage wird euphemistisch im flapsigen Refrain angedeutet: Wer die „gute und wieder reine Luft“ trüben will, „kriegt eine auf den Hut“.

Ami, go home (02'35")

Der Song nach dem verbreiteten Anti-Amerikanischen Schlagwort wurde von Hanns Eisler unter Vorlage eines amerikanischen Schlagers geschrieben. Berühmt wurde er in der Interpretation durch Ernst Busch. In der Mauerbau-Woche wurde der Song als musikalischer Kommentar auf einen satirischen Beitrag gesendet, der Präsident Johnsons Ankunft auf dem Berliner Flughafen Tempelhof zum Thema hat. Gesendet am 19. August 1961 um 15.45 Uhr im Berliner Rundfunk. Rechtehinweis: Der Tonträgerhersteller ist nicht belegt.

Ausschnitt aus einem Grußkonzert für die Angehörigen der bewaffneten Streitkräfte (96'00")

Die Moderatoren verlesen im Nachtprogramm des Berliner Rundfunks Grüße der "bewaffneten Streitkräfte" an Kollegen und Familienmitglieder. Dazwischen erklingen Unterhaltungsmusik und Schlager, politische Glossen und Lieder.

Dieses besondere Dokument gelangte aus dem Nachlass von Heinz-Jürgen Gutjahr, einem ehemaligen Redakteur des SFB, über den RBB in unsere Bestände.

Endlich mal atmen (2'16")

Komponist und Texter: Max Spielhaus. Es singt Günther Haack. In diesem schmissigen Song mit Schlagerqualitäten wird die Freude über die „befreite Stadt“ besungen. Er entstand gute zwei Wochen nach der Grenzschließung. Es wird die Metapher von der „endlich reinen Luft“ bemüht – „Luft, die vom brand(t)igen Ami befreit“. Den Abschluss bildet eine strahlende Zukunftvision von einem vereinigten sozialistischen Berlin ohne Brandt und Lemmer, das „so schön wie nie“ werde.

Jetzt ist die Zeit (1'40")

Komponist: Paul Dessau. Text von Karl Mickel. Knapp einen Monat nach dem Mauerbau wurde dieses Lied im Berliner Funkhaus produziert. Es zieht Resümee über die vollbrachte Teilung. Der Fokus liegt auf dem sozialistischen Motto des „Kampfes um Frieden an der Werkbank“.

Im Sommer einundsechzig (1'40")

Komponist: Wolfgang Lesser. Text von Heinz Kahlau. Dieser Song wurde zum berühmtesten musikalischen Beitrag zum Mauerbau und ist im Sendeplan des Berliner Rundfunks erstmals am Nachmittag des 17. August 1961 nachgewiesen. Der Refrain „Klappe zu, Affe tot, endlich lacht das Morgenrot“ deutet das geflügelt Wort im Kontext der Grenzschließung um und war in diesem Deutungshorizont von da an in vieler Munde. Die ursprüngliche Version aus dem Jahr 1961 ist nicht überliefert; es liegt eine Produktion vom Dezember 1962 vor.

An die Nachgeborenen (Kantate nach Worten von Bertolt Brecht) (40'21")

Die Solistenvereinigung des Deutschlandsenders und der Große Chor des Berliner Rundfunks singen unter der Leitung von Helmut Koch im Berliner Funkhaus die "Kantate an die Neugeborenen". Als Solisten treten auf: Gertraud Prenzlow (Alt), Rolf Apreck (Tenor), und Gerhard Frei (Bass). Komponist: Heinz Krause-Graumnitz.

Gesendet am 17. August 1961 zwischen 20.45 Uhr und 21.59 auf der Berliner Welle.

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