Archivnachweise

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Pazifisten-Song (1'45")

Komponist: Max Spielhaus. Text von Bernhard Bohlke. Es singt Eva Lorenz. Song über einen konsum- und wohlstandsfixierten Menschen, der aber gänzlich unpolitisch ist. An ihm wird die Gefahr aufgezeigt, dass es erst zu kriegerischen Handlungen kommen muss, bevor der Mensch sich politisch engagiert. Propagiert wird eine aktive, für den Frieden eintretende politische Gesinnung.

Der Friede darf nicht warten (2'00")

Komponist: Walter Kubiczeck. Text von Günter Hansel. Es singt der Chor der Kampfgruppe des Staatlichen Rundfunkkomitees. Wie schon der Untertitel „Kampflied zum 13. August 1961“ nahelegt, soll mit diesem Lied der Zusammenhalt und das gemeinsame Eintreten für die „sozialistische Zukunft“ forciert werden. Der „Zorn des freien Volkes“ habe zum Mauerbau geführt und den „Nazigenerälen“ Einhalt geboten.

Ausgerechnet am 13. (2'30")

Komponist: Siegfried Schäfer. Text von Hans Georg Herde. Es singen Ellinor Vogel und Werner Trögner. In diesem ebenfalls in der Woche des Mauerbaus produzierten und gesendeten Song werden satirisch die durch den Mauerbau abrupt beendeten Karrieren von „unliebsamen Gestalten“ vorgeführt, gegen die die sozialistische Propaganda in diesen Tagen besonders hetzte: Der „Menschenhändler“ aus dem Westen, der Grenzkinobetreiber und der „Schwindelkursbaron“.

Gesendet am 15. August 1961 um 4.27 Uhr und am 19. August 1961 im Rahmen der Sendung "Wochenend und Tanzmusik" von 19.55 Uhr bis 21.30, jeweils im Berliner Rundfunk.

Das war die höchste Zeit (1'24")

Komponist: Max Spielhaus. Text von Bernhard Bohlke. Es singt Günther Haack. Während in den zwei Strophen des Liedes vom 16. August 1961 die West-Berliner in den Metaphern von winselnden, verletzten Hunden und einem kranken, von Kopfschmerzen geplagten RIAS niedergemachte werden, stellt der schmissige Refrain die eigenen „duften Jungens, die stehen auf Wacht“ als Helden und „Stolz der Arbeitermacht“ heraus.

Trauerlied für Willy Brandt (2'40")

Komponist: Max Spielhaus. Text von Theo-Willy Wille. Es singt Eva Lorenz. Ein Song, der hämisch die Situation Willy Brandts als regierenden Bürgermeister von Berlin betrachtet, der als trotzig-beleidigter und passiver Beobachter der Grenzschließung dargestellt wird. Als strahlend und „unbeschwert vorwärts“ gehend werden hingegen die DDR-Kräfte beschrieben.

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