Archivnachweise

Hier finden Sie eine Auswahl von Archivnachweisen aus dem Deutschen Rundfunkarchiv zum Themendossier.

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Die Dienstreise (46'41'')

Hörspiel von Joachim Goll: Das Ehepaar Müller hat einen Kurzurlaub am Plauer See geplant. Doch am Abend des letzten Arbeitstages eröffnet Werner seiner Frau, sein Vorgesetzter Kaiser habe ihm keine andere Wahl gelassen als dienstlich mit diesem das Wochenende über nach Rostock zu fahren. Er verschweigt, dass ihn eine von Kaiser geschickt eingebrachte Aufstiegschance lockte und er sich leicht umstimmen ließ. Monika ist wütend, dass ihr Mann seinen beruflichen Ehrgeiz dem jungen Eheglück vorzieht.  Zur Überraschung Werners sitzt sie am nächsten Tag im selben Zugabteil wie er und Kaiser. Vor seinem Chef verhält sich Werner, als ob er Monika nicht kenne. Diese spielt das Spiel mit, lässt sich jedoch von Kaiser den Hof machen, der Werner mitgenommen hat, um sich selbst ein paar angenehme Tage zu machen. Schließlich bewegt die Eifersucht Werner, das Versteckspiel aufzugeben und auf dem Urlaub zu bestehen.

Pickhuhns Geburtstag (47'23'')

Hörspiel von Walter Karl Schweickert: Frau Pickhuhn schenkt ihrem Mann, CDU-Landtagsabgeordneter und Dentist, zum Geburtstag einen Schmalfilmprojektor. Pickhuhn freut sich über das erstklassige Gerät bis er bei den Vorbereitungen für die Filmvorführung anlässlich der Geburtstagsfeier entdeckt, dass es sich um ein Produkt der VEB Optische Werke Dresden handelt. Da er Mitglieder seiner Fraktion geladen hat, beginnt er verzweifelt, den Besitz des "Ostzonen-Bildwerfers" von sich zu weisen. Doch seine Ausrede, Fraktionsmitglied Brandtstetter habe ihm das Gerät geliehen und der Versuch, Brandtstetters "Vergehen" herunterzuspielen, empören Dr. Lehmann, so dass man im Streit auseinandergeht und Lehmann das Thema in der folgenden Fraktionssitzung zur Sprache bringt. Unter vier Augen versucht Pickhuhn dem ahnungslosen Brandstetter alles zu erklären und droht mit seinem vom Dienstmädchen erworbenen Wissen, Brandstetter trage Unterwäsche aus der DDR. Brandstetter aber verlangt eine Ehrenerklärung vor der Fraktion und schlägt vor, sich die Leihgabe des Projektors von einem Altwarenhändler quittieren zu lassen. Pickhuhn beschafft sich eine nicht billige Scheinquittung und gibt den Projektor unter Verlust an das Fotogeschäft zurück. Unter Zusicherung von Gegenleistungen erreicht er die Unterstützung der anderen Geburtstagsgäste. Lehmann erhält vor der Fraktion eine Rüge wegen Verleumdung. Einige Tage später lädt Lehmann zu einem Filmabend. Kurz zuvor hatte er im Fotogeschäft den von Pickhuhn zurückgebrachten Schmalfilmprojektor erworben - inzwischen ohne VEB-Markenzeichen. 

Pickhuhns Geburtstag (49'27'')

Fernsehspiel in der Regie von Joachim Loeb: Pickhuhn möchte an seinem Geburtstag das Geschenk seiner Frau, einen Schmalfilmprojektor, vorführen. Geladen sind wichtige CDU-Fraktionskollegen. Als er bemerkt, dass er ein Fabrikat der VEB Optischen Werke Dresden aus der „so genannten DDR“ in den Händen hält, versucht er, ihnen den Projektor vorzuenthalten. Da dies nicht gelingt, gibt er vor, sich das Gerät von Kollege Brandstetter geliehen zu haben, von dem er weiß, dass dieser dem Etikett nach aus der „Ostzone“ stammende Unterhosen trägt. Der Parteifreund Dr. Lehmann gibt sich mit dieser Erklärung nicht zufrieden und bringt das Thema bei der nächsten Fraktionssitzung zur Sprache. Pickhuhn versucht dem empörten Brandstetter die Situation zu erklären. Dieser verlangt eine Ehrenerklärung und schlägt vor, die Leihgabe des Projektors durch einen Altwarenhändler bescheinigen zu lassen. Schlussendlich gelingt es Pickhuhn, sich mithilfe von Zusagen an einige Fraktionsmitglieder  und einer gefälschten Leihquittung aus der misslichen Lage zu befreien. Allerdings kommt ihm der Fehltritt seiner Frau teuer zu stehen, da der Fotohändler das Gerät nur für einen verminderten Preis zurücknimmt und der Altwarenhändler ebenfalls die Ursprungssumme des Projektor fordert. Dr. Lehmann wird der Verleumdung bezichtigt. Als er kurz darauf ebenfalls einen Schmalfilmprojektor kaufen möchte, ersteht er das zurückgegeben Gerät, nun ohne Markenname.

Die Flucht aus der Hölle, Teil 1 (90'00'')

Der deutsche Fremdenlegionär Hans Röder erlebt die Willkür der Fremdenlegion in Algerien, für die er in der Bundesrepublik unter zweifelhaften Bedingungen angeworben wurde. Als ein Soldat der Einheit tot aufgefunden wird, nimmt sein Vorgesetzter Sergeant Surand den Vorfall zum Anlass, das Dorf Tebessa nieder zu brennen und zehn algerische Geiseln erschießen zu lassen. Röder äußerte den Vorwurf, Surand, der mit der „Roten Hand“ zusammen arbeitet, habe den Soldaten selbst umgebracht, da dieser mit der algerischen Freiheitsbewegung sympathisierte. Da er eine der Geiseln vor der Erschießung bewahrt, wird er verurteilt, kann aber schließlich der Legion entfliehen. Auf seiner Flucht gelangt er mit Unterstützung von algerischen Freiheitskämpfern nach Tunesien, wo er einen Zeitungsbericht zugunsten der Freiheitsbewegung unterstützt und dabei nur knapp einem Anschlag der Terrororganisation „Roten Hand“ entkommt.

Die Flucht aus der Hölle, Teil 2 (92'00'')

Als der aus der Fremdenlegion entflohene Röder per Schiff in Hamburg eintrifft um mit seiner Verlobten weiter in seine Heimatstadt Frankfurt am Main zu fahren, hat der französische Geheimdienst seine Spur bereits aufgenommen. Ein Beschäftigungsangebot des von der „Roten Hand“ bedrohten Waffenhändlers Schlüsser schlägt Röder aus. Derweil wird seine Verlobte von der „Roten Hand“ unter Druck gesetzt.  Röder bittet die Polizei, gegen das Treiben der Terrororganisation einzuschreiten. Doch der zuständige Beamte weist Röders Ersuchen auch dann noch zurück, als auf Schlüsser ein Bombenattentat verübt wird. Zurück in Frankfurt erhält er erneut Drohungen der „Roten Hand“. Einem Attentat entgeht er knapp, woraufhin er versucht, den Anführer der Terrorzelle, Mouchon, zur Rede zu stellen. Trotz Eingriffs der Polizei entkommt dieser. Bei einem weiteren Versuch wird Röder durch den französischen Geheimdienst entführt. Während der Bahnfahrt kann er auf DDR-Gebiet entkommen. In Ost-Berlin wartet bereits seine Verlobte auf ihn.

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