Hörzitate

Lied "Pioniere voran" (0'35")

Ausschnitt aus dem Lied "Pioniere voran" von Komponist Wolfgang Richter, Text Friedel Hart, gesungen vom Chor des Zentralen Ensembles der Berliner Pionierorganisation.

Hörspiel "Die Dienstreise" (0'40")

Monika Müller ist nicht begeistert, dass ihr Mann seinen beruflichen Ehrgeiz dem jungen Eheglück vorzieht und unter fadenscheinigen Gründen eine Dienstreise einem Wochenende zu zweit vorzieht. Zur Überraschung Werner Müllers befindet sie sich am entsprechenden Samstag im selben Zugabteil wie er und sein Chef, der Monika bald den Hof macht. Es beginnt ein Verwechslungsspiel zwischen den dreien, an dessen Ende eine Versöhnung steht. Hier ein Ausschnitt aus der Zankerei um das private Glück.

Lied "Die Taube, die ihre Schwingen rührt" (0'42")

Ausschnitt aus der Kantate "Freundschaft des Friedens, liebliche Schwester", komponiert von Ernst Hermann Meyer, Text Willi Layh, gesungen vom großen Kinderchor des Berliner Rundfunks.

Lied "Herr Raffzahn" (0'40")

Ausschnitt aus dem Song von Komponist Werner Busch, Text von Karl Stitzer. Er wurde kurz vor dem Mauerbau geschrieben und spiegelt die Abgrenzungstendenzen zum Westteil Berlins wider. Polemisch wird der konsumgierige „Herr Raffzahn“ vorgestellt, der im Westen arbeitet und daraus Profit schlägt, aber im Osten lebt.

Kommentar am Sonntag: Maßnahmen gegen Menschenhandel (0'38")

Ausschnitt aus dem Kommentar von Klaus-Dieter Kröber zu den Maßnahmen zur Grenzsicherung am 13. August 1961. Er meint: "Jeder ehrliche Bürger unseres Staates…ist zutiefst einverstanden mit dem, was geschah", und: "Jeder ehrliche Bürger ist heute froh darüber, dass Schluss ist mit der systematischen Abwerbung von Arbeitern, Wissenschaftlern und Fachkräften auf allen Gebieten, die über West-Berlin in die westdeutsche Rüstungsindustrie ausgeflogen wurden."

Aktuelles vom Tage: Prozess gegen "Abwerber und Menschenhändler" (0'17")

Ausschnitt aus dem Bericht von Günter Deckwerth über den so genannten Menschenhändlerprozess vor dem Obersten Gericht der DDR.

Die aktuelle Berliner Welle: Kommentar Eisler (0'25")

Ausschnitt aus dem Kommentar Professor Gerhart Eislers zu den Maßnahmen der Regierung der DDR zur Sicherung der Staatsgrenze.

Die aktuelle Berliner Welle: Umfrage zu den Sicherungsmaßnahmen (2'23")

Umfrage zu den Maßnahmen der Regierung der DDR zur Sicherung der Staatsgrenze. Meinungen von Menschen auf der Straße.

Erklärung des Ministerrates zum Beschluss vom 12. August 1961 (0'15")

Ausschnitt aus der Verlesung der Kurzfassung der Erklärungen der Regierungen der Mitgliedstaaten des Warschauer Vertrages und der Beschluss des Ministerrates der DDR über die Sicherungsmaßnahmen an der Grenze der DDR zu West-Berlin (Mauerbau) in der Nachrichtensendung "Aktuelle Kamera" durch Klaus Feldmann.

Erklärung des Ministerrates der DDR vom 12. August 1961 (0'57")

Beginn der Verlesung des Beschlusses des Ministerrates der DDR zur Schließung der Grenzen zu West-Berlin und Bekanntmachung des Innen- und Verkehrsministeriums sowie des Magistrats von Großberlin. Die Erklärung der Staaten des Warschauer Vertrags ist nicht überliefert.

Lied "Berliner Geschichten" (0'45")

Ausschnitt aus dem Lied der Komponisten Walter Kubiczeck und Martin Hattwig, Text von Eberhard Fensch. Es singt Karl-Heinz Weichert. Bereits wenige Stunden nach der Abriegelung der Grenzen war dieses Lied im Berliner Rundfunk zu hören. Mit beschwingtem Rhythmus und in spöttischem Ton gegenüber dem überraschten Westen wird darin die "bessere", "saubere“ Zukunft im abgeriegelten Ostteil Berlins besungen.

Pulsschlag der Zeit: Kommentar Alfred Fleischhacker, Ausschnitt 1 (0'21")

Ausschnitt aus dem Kommentar von Alfred Fleischhacker zu den Konsequenzen der Sperrmaßnahmen der DDR am 13. August 1961: ein Fazit Fleschhackers zu den Auswirkungen auf den Gang des Lebens in der Hauptstadt der DDR.

Der Abendkommentar der Berliner Welle von Eisler (1'25")

Gerhart Eisler mit offenen Worten an die West-Berliner Arbeiter und alle "vernünftigen" West-Berliner: "Wenn ich Ihnen … einen Rat geben darf, so rate ich Ihnen, sich nicht gegen die Deutsche Demokratische Republik weiter aufputschen zu lassen. Halten Sie die Burschen zurück, die versuchen, gegen unsere Staatsgrenzen zu rennen, die jetzt sehr gut bewacht sind. Machen Sie jedem klar, dass derjenige, der unsere Grenze berührt, damit rechnen muss, von unseren Streitkräften in gebührender Weise behandelt zu werden."

Pulsschlag der Zeit: Kommentar Alfred Fleischhacker, Ausschnitt 2 (1'23")

Kommentar von Alfred Fleischhacker zu den Konsequenzen der Sperrmaßnahmen der DDR am 13. August 1961. Stimmen aus dem Transformatorenwerk "Karl Liebknecht" in Berlin Oberschöneweide.

Die aktuelle Berliner Welle: Umfragen und Meinungen (1'43")

Umfragen und Meinungen von West-Berlinern und DDR-Bürgern zu den Maßnahmen der Regierung der DDR zur Sicherung der Staatsgrenze. Ein Ehepaar aus West-Berlin äußert sich zu seinen Erfahrungen im Ostteil Berlins, der Hauptstadt der DDR.

Kommentar zur Senatssitzung in Westberlin (0'35")

Ausschnitt aus dem Kommentar zur Sitzung des Senats von West-Berlin in der Nachrichtensendung "Aktuelle Kamera". Willy Brandt (Regierender Bürgermeister West-Berlin) hatte Gegenmaßnahmen als Reaktion auf die Grenzsicherungsmaßnahmen der Regierung der DDR vom 13. August 1961 zur Diskussion gestellt. Nachdem Brandt während seiner Rede Kenntnis von einer Äußerung von Konrad Adenauer (Bundeskanzler, BRD) erhalten hatte, verließ er den Saal.

Pulsschlag der Zeit: Bericht vom Grenzübergang Sonnenallee, Ausschnitt 1 (0'31")

Bericht darüber, wie die Menschen auf beiden Seiten der Grenze wie gewohnt ihrem Alltag nachgehen.

Pulsschlag der Zeit: Bericht vom Grenzübergang Sonnenallee, Ausschnitt 2 (1'29")

Es wird vom Grenzübergang Sonnenallee berichtet. Die Reporterin befragt einen Diensthabenden der Volkspolizei zur Lage und Atmosphäre.

Lied "Der Drei-Tage-Song" (1'00")

Ausschnitt aus dem Lied von Komponist Max Spielhaus, Text von Willi Golm. Es singt Karl-Heinz Weichert. In diesem schon am 15. August produzierten Lied werden die vergangenen drei Tage vom 12. bis 14. August aus der Perspektive der westlichen „Ausbeuter“ besungen. Zum Schluss wird aus Ostperspektive der „Erfolg“ der Grenzschließung demonstriert: Die „Ganoven“ gehen, aber der vom Osten ausgehende Frieden wird sie einholen.

Erklärung des Ministerrates der DDR (1'32")

Ausschnitt aus der Erklärung des Ministerrates. Dieser übt Kritik an den provokativen Forderungen der BRD, die Handelsbeziehungen zur DDR abzubrechen. Mit diesem Schritt solle die Wirtschaft der DDR untergraben werden und das Leben der DDR-Bevölkerung gestört werden. Laut Ministerrat seien die Handelskontakte der DDR jedoch stark und weitreichend genug, um die Handelsbeziehungen zur BRD zu ersetzen. Zudem könne die DDR mit der Unterstützung durch das sozialistische Lager rechnen. Die Pläne der BRD würden Westdeutschland hingegen selbst in große Schwierigkeiten bringen.

Die aktuelle Berliner Welle: Abendkommentar von Gerhard Mackat (0'30")

Ausschnitt des Abendkommentars, in dem sich Gerhard Mackat an die Hörer in West-Berlin wendet und über die Äußerungen der westdeutschen und der internationalen Presse sowie über das Verhalten westdeutscher und ausländischer Politiker spricht. Noch in diesem Jahr könne der Friedensvertrag abgeschlossen und West-Berlin eine freie Stadt werden.

Grußdurchsagen (1'01")

Grußdurchsagen von und für Angehörige der bewaffneten Kräfte an der Grenze zu West-Berlin.

Lied "Das war die höchste Zeit" (0'32")

Ausschnitt aus dem Lied von Komponist Max Spielhaus, Text von Bernhard Bohlke. Es singt Günther Haack. Während in den zwei Strophen des Liedes vom 16. August 1961 die West-Berliner in den Metaphern von winselnden, verletzten Hunden und einem kranken, von Kopfschmerzen geplagten RIAS niedergemachte werden, stellt der schmissige Refrain die eigenen „duften Jungens, die stehen auf Wacht“ als Helden und „Stolz der Arbeitermacht“ heraus.

Lied "Song vom Schieber-Ramsch" (0'20")

Ausschnitt aus dem Lied von Komponist Siegfried Matthus, Text von Herma Langenhahn. Es singt Günther Haack. In sarkastischem Tonfall werden die nun plötzlich arbeitslosen „Menschenhändler, Wechsler, Gangster“ besungen sowie die „begossenen Pudel“ Willy Brandt und Gerd Lemmer. Markant schließt jede Strophe mit der Phrase „Klappe zu und Affe tot“, die durch den in den selben Tagen entstandenen Schlager „Im Sommer einundsechzig“ im Kontext des Mauerbaus landläufig bekannt wurde.

Lied "Der Friede darf nicht warten" (0'43")

Ausschnitt aus dem Lied von Komponist Walter Kubiczeck, Text von Günter Hansel. Es singt der Chor der Kampfgruppe des Staatlichen Rundfunkkomitees. Wie schon der Untertitel „Kampflied zum 13. August 1961“ nahelegt, soll mit diesem Lied der Zusammenhalt und das gemeinsame Eintreten für die „sozialistische Zukunft“ forciert werden. Der „Zorn des freien Volkes“ habe zum Mauerbau geführt und den „Nazigenerälen“ Einhalt geboten.

Lied "Ausgerechnet am 13." (0'52")

Ausschnitt aus dem Lied von Komponist Siegfried Schäfer, Text von Hans Georg Herde. Es singen Ellinor Vogel und Werner Trögner. In diesem ebenfalls in der Woche des Mauerbaus produzierten und gesendeten Song werden satirisch die durch den Mauerbau abrupt beendeten Karrieren von „unliebsamen Gestalten“ vorgeführt, gegen die die sozialistische Propaganda in diesen Tagen besonders hetzte: Der „Menschenhändler“ aus dem Westen, der Grenzkinobetreiber und der „Schwindelkursbaron“.

Die aktuelle Berliner Welle: Abendkommentar von Alfred Fleischhacker (0'35")

Ausschnitt aus dem Abendkommentar von Alfred Fleischhacker. Er spricht über den nicht befolgten Aufruf zur zweiminütigen Arbeitsruhe in West-Berlin gegen die DDR, über die Presse zum Verhalten der westlichen Länder zu den Grenzsicherungsmaßnahmen der DDR, zum Verhalten Willy Brandts sowie zu den Gründen der Zurückhaltung des Westens.

Max Reimann: Die Kommunisten und die Reaktion (1'32")

Ausschnitt aus dem Rundfunkvortrag von Max Reimann (Vorsitzender der KPD) anlässlich des 5. Jahrestages des Verbots der KPD. Aus der Reihe "Lebendige Geschichte".

Pulsschlag der Zeit: Über die Freiheit in der DDR (0'21")

Ausschnitt aus einem Gespräch mit Gerhard Dengel, dem Bevollmächtigten zur Vorbereitung der Wahlen in Berlin/Ost.

Die aktuelle Berliner Welle: Abendkommentar vom Gerhard Mackat (0'20")

Beginn des Abendkommentars vom Gerhard Mackat mit einer Einschätzung zu Willy Brandt.

Die aktuelle Berliner Welle: Bericht zur S-Bahn (1'48")

Ausschnitt aus einer Reportage mit der Beschreibung der S-Bahn-Situation in West-Berlin und der Lage am S-Bahnhof Charlottenburg.

Rede von Walter Ulbricht, Ausschnitt 3 (0'33")

Ausschnitt aus der Ansprache von Walter Ulbricht (erster Sekretär des ZK der SED und Staatsratsvorsitzender) an die Bevölkerung der DDR und an die Bevölkerung in Westdeutschland und West-Berlin. Ulbricht dankt in seiner Rede denjenigen, die am 13. August beim Mauerbau mitgeholfen haben und begründet die Regierungsmaßnahme, die in erster Linie der Sicherung des Friedens diene und notwendig war, um Berlin als Hauptstadt der DDR und die DDR selbst zu schützen.

Rede von Walter Ulbricht, Ausschnitt 2 (0'29")

Ausschnitt vom Beginn der Ansprache von Walter Ulbricht (erster Sekretär des ZK der SED und Staatsratsvorsitzender) an die Bevölkerung der DDR und an die Bevölkerung in Westdeutschland und West-Berlin. Ulbricht dankt in seiner Rede denjenigen, die am 13. August beim Mauerbau mitgeholfen haben und begründet die Regierungsmaßnahme, die in erster Linie der Sicherung des Friedens diene und notwendig sei, um Berlin als Hauptstadt der DDR und die DDR selbst zu schützen.

Rede von Walter Ulbricht, Ausschnitt 1 (7'31")

Beginn der Ansprache von Walter Ulbricht (erster Sekretär des ZK der SED und
Staatsratsvorsitzender) an die Bevölkerung der DDR und an die Bevölkerung in Westdeutschland und West-Berlin. Ulbricht dankt in seiner Rede denjenigen, die am 13. August beim Mauerbau mitgeholfen haben und begründet die Regierungsmaßnahme, die in erster Linie der Sicherung des Friedens diene und notwendig sei, um Berlin als Hauptstadt der DDR und die DDR selbst zu schützen.

Mit dem Funk durch die Zeit: Kommentar zum FDJ-Appell (0'54")

Ausschnitt aus dem Kommentar zum FDJ-Appell für die freiwillige Verpflichtung Jugendlicher zum Dienst in der NVA oder anderen bewaffneten Organen der DDR.

Die aktuelle Berliner Welle: Reporterberichte aus West-Berlin (0'49")

Ausschnitt aus einem Bericht aus West-Berlin über den Verkehr der S-Bahn vor dem Hintergrund von Boykottaufrufen und Protesten der DGB. Ein Reichsbahnmitarbeiter spricht über den normalen Ablauf des S-Bahn-Betriebs.

Satirischer Beitrag zur Ankunft Johnsons in Berlin (0'35")

Ausschnitt aus einer fiktiven Reportage über die Ankunft des US-Präsidenten Lyndon Johnson in Berlin Tempelhof: Er habe schon vor so manchem Trümmerhaufen gestanden, z.B. in Taiwan, Südvietnam und Laos. Doch der Trümmerhaufen Brandtscher Politik werde nicht der schlechteste sein. Er werde den Wohlstand der Speditionen und Fluggesellschaften sehen, während die US-Luftwaffenoffiziere sagen, dass sie nicht für Brandt sterben wollen.

Prozess gegen fünf "Grenzprovokateure" vor dem Stadtgericht Berlin (1'15")

Ausschnitt aus einem zusammenfassenden Bericht vom Prozess gegen West-Berliner, die versuchten, die Grenze nicht über Kontrollpunkte zu passieren und anschließend gegen Grenzpolizisten vorgingen.

Aktuelle Berliner Welle: Abendkommentar von Gerhard Mackat (0'42")

Ausschnitt aus dem Abendkommentar von Gerhard Mackat über die Lage eine Woche nach der Schließung der Grenzen.

Lied "Endlich mal atmen" (0'37")

Ausschnitt aus dem Lied von Komponist und Texter Max Spielhaus. Es singt Günther Haack. In diesem schmissigen Song mit Schlagerqualitäten wird die Freude über die „befreite Stadt“ besungen. Er entstand gute zwei Wochen nach der Grenzschließung. Es wird die Metapher von der „endlich reinen Luft“ bemüht – „Luft, die vom brand(t)igen Ami befreit“. Den Abschluss bildet eine strahlende Zukunftvision von einem vereinigten sozialistischen Berlin ohne Brandt und Lemmer, das „so schön wie nie“ werde.

Stellungnahmen von Elisabeth Hauptmann und Helmut Baierl, Ausschnitt 1 (0'27")

Ausschnitt aus den Äußerungen von Schauspielerin Elisabeth Hauptmann zum Mauerbau und den daraus resultierenden Konsequenzen.

Stellungnahmen von Elisabeth Hauptmann und Helmut Baierl, Ausschnitt 2 (0'49")

Ausschnitt aus den Äußerungen des Schriftstellers Helmut Baierl zum Mauerbau und den daraus resultierenden Konsequenzen.

Stellungnahmen zur Sicherung der Staatsgrenze in Berlin (0'20")

Ausschnitt aus der Stellungnahme von Bruno Apitz (Schriftsteller).

Stellungnahmen zur Sicherung der Staatsgrenze in Berlin (1'05")

Ausschnitt aus der Stellungnahme von Andrew Thorndike (Filmregisseur).

Stellungnahmen zur Sicherung der Staatsgrenze in Berlin (0'24")

Ausschnitt aus der Stellungnahme von Erwin Strittmatter (Schriftsteller).